Samstag, 12. Juni 2010

Flattr macht süchtig!


Am Anfang stand ich diesem Service sehr kritisch gegenüber, jetzt bin aber begeistert und verfolge interessiert die Entwicklung des schwedischen Unternehmens. Ich dachte einfach spontan, schreibe mal ganz dreist die Crew via Twitter an und schon hatte ich innerhalb wenige Sekunden eine freundliche Antwort mit Zugangscode. Und das an einem Samstag Abend! Da merkt man, dass die Leute internetaffin sind und ihnen viel an diesem Projekt liegt.

Und unter uns: Wäre ein europäisches, führendes Internetunternehmen nicht auch schön für uns eher angestaubtes Image, was zumindest bedeutende Startups im Internet betrifft?

Ich freue mich auf jeden Fall sehr zu verkünden können, dass ich bei der Flattr-Beta-Version teilnehmen darf.

Was ist Flattr?

"Flattr ist ein Social Payment-Service mit Sitz in Malmö, Schweden, bei dem der Benutzer monatlich einen frei wählbaren Abonnementsbetrag auf ein Konto einbezahlt."

Zitat stammt aus der Wikipedia

Wie funktioniert Flattr?

Momentan könnt ihr einen monatlichen Betrag von zwei bis 100 € auswählen. Ungefähr zehn Prozent behaltet Flattr für ihre Arbeit ein, schließlich haben sie jede Menge Kosten (Personal, Büros, Server, Lizenzen, Marketing ...).  Ich finde zehn Prozent mehr als fair. Ihr könnt mal das Verhältnis bei Konsolen oder in der Musikindustrie nachschlagen, die würden sich alle Finger bei so einem Verhältnis ablecken. Dazu kommen noch die Standardgebühren, zum Beispiel für eure Kreditkartenrechnung.

Habt ihr zum Beispiel 20 € im Monat einbezahlt und nur einmal den Flattr-Button gedrückt?

Dann kommt der komplette Betrag abzüglich der oben erwähnten Gebühren bei eurem Content-Produzent an. Habt ihr zwei Mal im Monat gespendet, halbiert sich Betrag, also im Prinzip ganz einfach. Genaue Zahlen könnt ihr nach der Registrierung in eurem Dashboard nachschlagen.

Fazit:

Flattr bietet fast selbstverständlich für ein Web 2.0-Dienst eine übersichtliche Navigation und bietet jedem auch so kleinem Content-Produzent (egal ob Videos, Fotos, Podcasts, Musik, Text etc.) und auch Konsument im World Wide Web Geldbeträge zu spenden beziehungsweise gespendet zu bekommen ohne seine sensible Bankdaten im Internet weit verstreuen zu müssen. Das hat den gleichen Vorteil wie bei dem Abrechnungssystem im iTunes Store, es wird also eine nicht zu unterschätzende Barriere weggenommen.

Meine Empfehlung:

Spendet lieber den kleinen Produzenten (z.B. euren Lieblingsblogger) etwas als den Großen (z.B. kommerzielle Printmedien), die sowieso durch Verkäufe, Werbeeinahmen beziehungsweise Spendeneinnahmen relativ gut die anfallende Kosten decken können beziehungsweise gar nicht auf Spenden angewiesen sind.

PS:

Wer noch einen Invite Code benötigt, bitte hier in der Kommentarfunktion, via E-Mail oder Twitter bei mir melden. :-)

Update 1 (13. Juni 2010):

Es empfiehlt sich für jeden (Blog)Eintrag, aber auch einen allgemeinen Flattr-Button auf der Startseite zu integrieren. Ein Vorteil für den Konsument und Produzent ist, dass man dort ziemlich deutlich die Relevanz der einzelne Beiträge auswerten kann.

Weiß zufällig jemand von euch, ob nach jedem Monat der Zähler zurückgesetzt wird oder erhalten bleibt?

Ich hätte auf jeden Fall nie gedacht, dass dieser Dienst so viel Spaß machen kann. Also passt auf die Suchtgefahr auf und meldet euch an, falls noch nicht passiert. :-)

3 Einladungscodes Ein Einladungscode ist noch zu haben, also beeilt euch.

Flattr



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